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Aus der Ecke dringt eine menschliche Stimme zu dir, jemand schreit: Let’s have a clean fight, touch hands, back to your corners! Mit wackeligen Beinen stehst du auf und steigst in den offenen Ring, deine Bühne.

Du hast dich gut vorbereitet, deine Zähne sind geputzt und du bist auch bereit sie zu verlieren. Du setzt dich auf deinen Platz, da liegen Kopfhörer und Stimmen erzählen dir von Sorgen und Füßen. Unsicherheit – bist du im Training oder im Wettkampf?

Bei diesem Zusammenkommen ist der Ausgang ungewiss, die Regeln sind klar: Zwei Körper in einem Raum, zwischen Sport und Kampf – gegeneinander und doch miteinander. Irgendwie archaisch und trotzdem ist jede einzelne Bewegung kalkuliert. Es geht um den perfekten Schlag. In der Mitte steht noch einer – der dritte im Ring – er gehört nicht dazu, er lenkt das Spiel. Er kennt die Abläufe, auch wenn er sie selbst nicht erfährt. Positionswechsel und Rollentausch, die Wahrnehmung verschiebt sich. Und dann ändern sich die Strukturen, die Regeln brechen auf, die Gesetze gelten nicht mehr.

Der Zucker rieselt aus dem Boxsack, der Wille tropft mit. Er ist geschmolzen, die Reibung war zu groß, als Schläge der kontinuierlichen Verbesserung auf ihn einprasselten. Er tropft auf den Boden, ist nicht mehr zu unterscheiden von deinem Schweiß, deinen Tränen und denen deines Teams. Eine klebrige Masse. Ameisen werden angezogen, bilden Körper, die in ihrer Bewegung erstarren, gefangen zwischen Stabilität und Zerbrechlichkeit.

Auf dem Boden der Halle liegen noch andere Objekte, zwischen die du behäbig deine Füße platzierst, um zu trainieren, um deine ‘muscle memory’ zu stärken. Dort liegt ein Stück Holz, dass im Takt zu dei- nen Bewegungen schlägt. Du fühlst dich wieder gut. Die Leute merken, dass du gut bist und fangen an auf dich und dein Können zu wetten. Spekulation im Raum. Du wirfst den Medizinball gegen die Wand, er klatscht gegen den Beton und als er auf den Steinboden trifft schiebt sich eine tiefe Bass- welle durch den Raum.

Die metallenen Hanteln erzittern, ein klirrender Rhythmus entfaltet sich. Und auf einmal springen alle Seil, mit ganz wenig Abstand zum Boden, dafür schnell, pulsierend und im Takt. Du steigst wieder in den Ring, willst dich reiben, mit deiner Rivalin, der Angst. Irgendwie findest du es auch gut, wenn du geschlagen wirst. Es geht um Macht und Stärke und dem Eingeständnis der eigenen Verletzlichkeit. Es ist als ob zwei Geweihe aufeinander krachen und sich ineinander verkeilen. Irgendwann ist nicht mehr klar – ist es Kampf oder Körpernähe, Abneigung oder Begehren? Kann man, wenn man sich so nah ist, noch gegeneinander sein? Ihr tanzt jetzt durch den Raum, im Hintergrund singen die Four Tops „Sugar Pie Honey Punch“ und ihr mögt euch, Anziehung füllt die kühle Halle. Ihr seid eine Familie, die Strukturen der Macht brechen, wie vormals die Knochen. Der Raum ist hell und warm, alle kommen zusammen und sind willkommen, wir sind umgeben von vielen Leuten und die Per- son an der Bar winkt mit Wodka-Steroide. Bezahlt wird mit Liebe, Geld wird zerkleinert, gezuckert und in transparente Taschen gepackt.

Gruppenausstellung: Sugar Pie Honey Punch von Studenten*innen der Akademie der Bildenden Künste München

Künstler*innen: Tornike Abuladze, The Berg, Carmen, Pierre-Yves Delannoy, Eunju Hong, Denis Clausmann, Nicola Kötterl, Benjamin Matthias, Ludwig Neumayr, Rosanna Marie Pondorf, Sebastian Quast, Justin Urbach, Tatjana Vall, Maxine Weiss, Milena Wojhan, Matthias R. Zausinger

Ab dem 31. Oktober 2021 zeigt die Berliner Helmut Newton Stiftung die große Retrospektive. Die Ausstellung sollte ursprünglich anlässlich des 100. Geburtstags des Fotografen eröffnet werden.

Georg Óskar currently works and lives in Oslo, Norway. Infused with a distinct twist, Oskar’s narratives are often sarcastic, but always offer genuine observations of his lived and built environment.

Bis zum 30. Oktober gibt es in der Galerie der Komischen Künste im Wiener MuseumsQuartier die Ausstellung Cartoons Über Katzen zu sehen. Cartoonisten sind unwiderstehlich.

A project in between the domestic life and the virtual experience. A space obtained from a private house in Milan dedicated to display works by artists in touch with the gallery, presented by a brief essay.

Since Maria Orfano was young she developed passion for drawing and painting; until the age of 24 her art was mainly focused on figurative and pictorial works, with a certain interest towards digital art.

Sergey Melnitchenko was born in 1991 in Mykolayiv, Ukraine. Founder and curator of the school of conceptual and art photography MYPH. Member of UPHA – Ukrainian Photo Alternative.

JOMO ist ein Gesprächs- und Netzwerkprojekt das von Paula Marschalek, Christian Bazant-Hegemark und Julia Bugram organisiert wird. Gemeinsam mit ihren Gästen sprechen sie über die Kunstwelt.

In ihren Arbeiten beschäftigt sich die Künstlerin Titania Seidl mit der brüchigen Aussagekraft von Bildern. In ihrem Atelier in Wien Favoriten bekommen wir einen Einblick in ihre aktuelle Tätigkeit.

Objekte werden beladen und wieder entladen – Kontext hinzugefügt, Sinn entnommen und verdreht wieder aufmodelliert. Kai Trausenegger sieht sich als Sprücheklopfer, allerdings im magischen Sinne.

Am 24. Juli 2021 fand die Buchpräsentation PALINOPSIA von Michaela Putz, im Atelier Schlingerhof statt. In diesem Rahmen gab es ein Gespräch von der Kunsthistorikerin Paula Marschalek.

Titled Come Together, the playful, multicolored installation takes over the festival’s 100-meter-wide rotunda, bringing together works by Kerim Seiler spanning various mediums and dimensions.