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Still, MUMOK, 2004
Still, MUMOK, 2004

In seinen Bildern, Collagen und raumbezogenen Arbeiten (vorwiegend Wandmalereien) hat Christian Hutzinger eine Formensprache entwickelt, die zwischen Abstraktion und Gegenstand changiert und von subtilem Humor getragen ist.

Was inspiriert deine Arbeiten?
So banal das klingen mag: es gibt fast nichts, was meine Arbeit nicht inspirieren würde. Städtisches Umfeld und urbane Zusammenhänge sicher mehr als die Natur oder Natureindrücke, obwohl die Arbeit insgesamt von einem organischen Grundgedanken durchzogen ist. Alltägliche Dinge und Zusammenhänge sind ebenfalls einflußreiche Quellen der Inspiration – mehr als Museumsbesuche oder die Kunstgeschichte. Auch mein Archiv unterschiedlicher Fundstücke ist wichtig und zu guter Letzt würde ich auch Musik als eine sehr wichtige Inspirationsquelle bezeichnen.

Christian Hutzinger, 2006
Christian Hutzinger, 2006

In einem Artikel habe ich über deinen „Signature Style“ gelesen. Kannst du diesen mir genauer beschreiben?
Mit dem Begriff kann ich nicht allzu viel anfangen. Das klingt mir zu sehr nach vorgefertigter Schablone, die wahllos über alles gelegt wird. Die Arbeiten entwickeln sich langsam über die Jahre, nehmen bestimmte Formen an und so entsteht dann etwas, das eine gewisse Kontinuität ausstrahlt und manchmal als „Signature Style“ bezeichnet wird. Ich finde es nach wie vor spannend, in einem von mir abgesteckten Bereich Dinge Schritt für Schritt weiterzuentwickeln und mir auch die Zeit zu nehmen, das zu tun. Ich könnte mir nichts einfacheres und zugleich langweiligeres vorstellen, als jedes Jahr etwas komplett „neues“ zu machen bzw. machen zu müssen.

Wie entstehen deine Arbeiten?
Ich zeichne fast täglich, aber selten Skizzen oder Entwurfszeichnungen für konkrete Bilder sondern arbeite eher an einem Kosmos in dem sich all diese Arbeiten und Gedanken befinden. Sehr oft sind das gezeichnete Räume, die von Bildern unterschiedlicher Art bevölkert werden. Die Leinwandarbeiten selbst entstehen ganz klassisch mit Hilfe von Papier- und Kartonschablonen, Bleistift und Klebeband. Dabei ist das Abkleben der auf die Leinwand vorgezeichneten Formen und Linien wie ein nochmaliger Prozess des Zeichnens.

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?
Ich habe Atelier und Wohnung in einem und das Glück viel Raum zur Verfügung zu haben. So kann ich je nach Tages- oder Jahreszeit in mehreren Räumen arbeiten. Während intensiver Arbeitsphasen wächst trotzdem alles schnell zu und der Platz wird knapp.

Belvedere, 2009
Belvedere, 2009

Wann arbeitest du am Liebsten?
Früher habe ich hauptsächlich am Abend und in der Nacht (aber am liebsten überhaupt rund um die Uhr) gearbeitet, dann über sehr viele Jahre fast ausschließlich unter Tags und in letzter Zeit wieder sehr gerne in der Nacht.

Gibt es etwas das nicht viele über dich wissen? Hast du ein besonderes Hobby?
Was wirklich nicht viele von mir wissen ist, daß ich ab meinem 6. Lebensjahr im Chor der ‚Sängerknaben vom Wienerwald‘ gesungen habe, kurz vor der Japan Tournee 1978 (oder 79?) in den Stimmbruch gekommen bin und zu meinem großen Unglück nicht nach Japan mitreisen durfte. Für Hobbys habe ich keine Zeit.

Was drücken für dich die Farben aus? Was assoziierst du mit ihnen?
Meine Farbwahl ist eine sehr subjektive. Über viele Jahre habe ich mich bemüht, in meinen Arbeiten eine Farbigkeit anzuwenden, die den hermetisch gedachten Bildkompositionen entsprechen würde: langweiliges Rosa, „Kinderzimmerhellblau“, das Beige der Interieurs von billigen Hotels und Schokoladenbraun in allen Abstufungen. Habe daraufhin die Farben mit immer mehr und mehr Weiß abgetönt bis Bilder entstanden, die nur mehr aus einem einzigen Farbton und diversen Weißabstufungen desselben bestanden. In gewisser Weise eine Sackgasse. Als eine Art Befreiungsschlag habe ich daraufhin begonnen über mehrere Jahre ausschließlich unvermischte Farben direkt aus der Flasche zu verwenden, mich mit dem dadurch eingeschränkten Farbspektrum auseinanderzusetzen und bin so zu ganz neuen Motiven gekommen. Oft versuche ich, Farben zu verwenden, die den organischen Grundgedanken, der sich durch all meine Arbeiten zieht, betonen und Farbkombinationen, die auf den ersten Blick vertraut wirken, aber doch vom Vertrauten abweichen.

Selbstportrait. Christian Hutzinger
Selbstportrait. Christian Hutzinger

Gelb oder Rot? Warum?
Gelb und Rot waren für mich über viele Jahre tabu, weil zu sehr mit Bedeutung aufgeladen. Mittlerweile bin ich weniger dogmatisch und verwende auch immer wieder Farben und Farbkombinationen, die ich früher für untragbar gehalten hätte, also: Gelb und Rot.

Woran arbeitest du gerade? Wo kann man 2022 deine Arbeiten noch sehen?
Ich möchte in der nächsten Zeit wieder vermehrt an Collagen arbeiten und auch eine Fortsetzung bzw neue Version meines Buches „Was bisher geschah“ (Schlebrügge.Editor, Wien 2007) ist geplant. Meine aktuellsten Arbeiten samt einer Wandmalerei sind noch bis 19. März in der Galerie Elektrohalle Rhomberg in Salzburg zu sehen.

Christian Hutzinger – www.christianhutzinger.com

There are four big paintings up now at his first ever exhibition of his work, presented by WasserWasser³ at Tonlager. Three are bright red, like American fire engines, and one is black and white with fleshy drips.

Art on a Postcard is proud to present the third edition of its annual International Woman’s Day Auction, featuring work by leading established and emerging female identifying talent.

Florian Lang beschäftigt sich in seinen collagierten Malereien und Videos mit der Diskrepanz zwischen dem individualisierten Drang zu Selbstinszenierung der Menschen und deren Verlorengehen in der Masse.

What makes a manifesto? What constitutes activism? And can there even be such a thing as a “silent manifesto” or does it remain contradictory? Those are the questions of the exhibition.

Als Auftakt zu einer neuen Ausstellungsserie im OFF-Space „Obolo“ zeigten Eva Yurková, Tina Graf und Anna Riess unter dem Titel „Sonntag Nachmittag auf der Insel“ eine Gruppe an Arbeiten.

In einer Zeit in der die Kreativität als gesellschaftlicher Leitwert die Unterscheidungen zwischen oben und unten, Original und Kopie verwischt, drängt die kreative Maschine hin zu einer dritten Instanz von Natur.

In der Ausstellung #letssmashthepatriarchy von Julia Bugram, zeigt die Künstlerin Auszüge aus ihren zwei großen Werkzyklen „Sexualisierung & Selbstbestimmung“ & „Verbindlichkeiten“.

Wie können wir andere Wege beschreiten, die uns guttun wie wir ihnen? Wie können wir handeln, ohne zu kategorisieren, vermessen und bewerten? Wie können wir Energiefelder in ihrer Pluralität genießen.

Es handelt sich um die zweite Ausstellung des fast gänzlich unbekannten Künstlers Ronas Kloss. Relaxing Massage soll die Möglichkeit bieten, den Stress der kollektiven Alltagsrealität hinter sich zu lassen.

Der in Wien lebende Künstler, dessen Arbeiten unter anderem bereits im MUMOK und Belvedere in Wien sowie im Lentos in Linz zu sehen gewesen sind, zeigt in der Ausstellung Slow 3 neue Arbeiten.

QM&A Artist Collectives. Im Rahmen des Projekts arbeiten Künstler*innen, die schon lange in Wien wohnen mit Künstler*innen zusammen, die erst vor kurzem nach Wien gezogen sind.

„Ein blick auf mein Smartphone und ich hab‘ das Gefühl, die ganze Welt will dass ich besser bin. Gesünder, sportlicher und beliebter. Perfekt, laut, bunt und stumpf uh lala la…“

Who are Ambra Castagnetti, Chiara Gambirasio, Diana De Luca, Ludovica Anversa and Nicola Ghirardelli and what each of them mean to Max Mondini? What lessons will the artist acquire inside.