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Ansicht. Installation Anne Glassner, expired predictions, Foto: Eginhartz Kanter
Ansicht. Installation Anne Glassner, expired predictions, Foto: Eginhartz Kanter

Sie leuchten durch das Schaufenster auf die Salzburger Sterneckstraße und sorgen bei PendlerInnen und PassantInnen für Verwunderung. Was auf den ersten Blick an ein aus der Zeit gefallenes Geschäft für TV-Geräte erinnert, ist tatsächlich Teil der Ausstellung „expired predictions“ von Anne Glassner und Eginhartz Kanter. Die aktuelle Situation und den Stillstand des öffentlichen Lebens haben die beiden zum Anlass genommen, um sich mit der Veränderung unseres Alltags auseinanderzusetzen und dabei auch einen Blick in die Vergangenheit zu werfen.

Performance Anne Glassner, expired predictions, Foto: Christian Prinz
Performance Anne Glassner, expired predictions, Foto: Christian Prinz

Anne Glassner hat dazu eine neue Arbeit entwickelt, in der sie künstlerisch auf die Erfahrungen des zweiten Lockdowns reagiert. In den Tagen von Isolation und Homeoffice schienen die Bereiche Bett und Arbeitsplatz zunehmend miteinander zu verschmelzen. Glassner entwickelte daraus die Idee eines Bettdeckenkleides:

Ich habe tagelang immer das gleiche getragen….irgendwann wollte ich mich auch wieder mal schick machen, mich wie eine Prinzessin fühlen und dann kam mir die Idee ein bequemes Kleid zu entwickeln, das sowohl zum Schlafen, als auch zum Arbeiten im Homeoffice getragen werden kann.

Dieses Kleid wurde nun erstmalig zu einem Spaziergang durch Salzburg ausgeführt. Die weiche Bettdecke wurde zu einem festlichen Kleidungsstück verarbeitet, das die beiden Bereiche Zuhause und öffentliches Leben verbindet.
An mehreren Orten in der Stadt hat Glassner sich darin in Szene gesetzt. Die dabei entstandenen Fotografien erinnern an surreale Traumbilder und entziehen sich jeder Zeitlichkeit. Eine Auswahl der entstandenen Fotoserie findet sich in der Ausstellung wieder, wo sie in einem Wohnzimmersetting präsentiert wird. Am Abschlussabend der Ausstellung wird die Künstlerin in einer Performance im Bettdeckenkleid auf der Couch liegend die Momente nacherleben, die Teil unserer neuen Normalität geworden sind.

Ansicht. Eginhartz Kanter, expired predictions, Foto: Eginhartz Kanter
Ansicht. Eginhartz Kanter, expired predictions, Foto: Eginhartz Kanter

Eginhartz Kanter simuliert in seiner Multi-Media-Installation aus Röhrenbildfernsehern im Schaufenster des Periscope eine Verkaufssituation. Während des Lockdowns haben ihn die menschenleeren nächtlichen Straßen zu der Idee inspiriert Videobilder in die Nacht zu schicken. Die Dauerschleife aus bruchstückhaften, weichgezeichneten Werbeaufnahmen der frühen 1990er Jahre sorgt im Stadtalltag für einen Moment der Irritation. Die gleichgeschalteten Bilder wirken wie eine Choreographie der Verheißung. Sie sind Teil einer Vergangenheit lange vor Corona und Isolation und bewerben stimmungsvoll Produkte für eine Zukunft, die heute bereits hinter uns liegt.

Dauer der Ausstellung: 04.03.2021 – 27.03.2021, geöffnet Donnerstag bis Samstag von 16:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Adresse und Kontakt:
Periscope Salzburg
Sterneckstraße 10, 5020 Salzburg
www.periscope.at

Anne Glassner im Interview mit Les Nouveaux Riches

When lights close their tired eyes ist ein Ausstellung der inter- und multimedial arbeitenden Künstlerinnen Josepha Edbauer und Hannah Neckel, das Türen zwischen digitalen und analogen Räumen öffnet. Die Ausstellung findet von 01.-10. April 2021 in der AA Collections, Reindorfgasse 9, 1150 Wien, statt.

Sophie Ullrich ist im Juni 1990 in Genf geboren und in Köln aufgewachsen. 2018 schloss sie ihr Studium an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschülerin von Eberhard Havekost ab.

Her work consistently displays an interest in complex and diverse histories, relating to these topics through her installations, sculptures, videos, prints, and writing— bringing forward questions of identity.

Florian Nährer versteht Malerei als Prozess: Seine Bilder betrachtet er als offene Spielflächen. Die Bildwerdung selbst dient ihm zum Nachdenken und der gedanklichen Weiterführung einer Form.

Verena Issel lässt mitunter sonderbar, possierlich oder anmutende Szenarien entstehen, deren gesellschaftspolitische und literarische Bezüge auf den zweiten Blick eine Ernsthaftigkeit entfalten können.

Nae Zerka ist ein Reisender der analog-digitalen Synthese. Seine kraftvollen Bilder formen eine transformierte Atmosphäre und schaffen so eine neue kaleidoskopische Realität.

The interest in three-dimensionality and the relief-like character emerging from the carving is also clearly visible in the other creative outputs of Eva Yurková, such as painting, ceramics and installation.

FairPay ist in aller Munde, gelebt wird in der Realität leider nach wie vor das Gegenteil. Kunst- und Kulturarbeit ist auch Arbeit. Meist sogar wesentlich mehr als Außenstehende vermuten würden.

In unserer Ausstellung „liquid solidity“ wird der Projektraum Zieglergasse zu einem Ort des Simultanen. Wir entziehen uns der Feuchtigkeit und Kälte von draußen und begeben uns in einen geschützten Innenraum. Dennoch begegnet uns dort das Flüssige, das Feste, das Bewegliche und Körperliche, eine Erfahrung von Innerlichkeit und Äußerlichkeit – in den Skulpturen von Julia Belova und Gabriel Huth und in den Bildern von Anna Carina Roth und Jessica Grundler.

Ab Freitag, dem 5. März, werden in der Galerie Jonathan Seiffert Arbeiten von sechs Künstler*innen gezeigt, die sich mit den Themenfeldern Mensch und Akt auseinandergesetzt haben.

Asta Cink and Erika Farina expand their work and bring it to a new level by creating contact points between the textile surfaces and the analog images in a joint exhibition in the Improper Walls.

Das MuseumsQuartier Wien sticht mit über 4,5 Mio. Besucher*innen als Exempel eines erfolgreichen Kulturareales heraus. Es entwickelte es sich über 20 Jahre weiter und schafft heute Raum für Kreativität.

Das MuseumsQuartier Wien ist das Tor zu Neubau und spiegelt den Bezirk: hier pulsiert das Leben, hier verbindet sich Altbewährtes und Neues. Ein Knotenpunkt für aufstrebende junge Künstler*innen.